NL Rück, I, C-0056

Alfred Berner dankt Rück für dessen Brief vom 6. Juni 1952, in dem er mitteilte, dass das Notenpult zu seinem Broadwood-Flügel MIR1124 bei einem englischen Sammlerfreund erhalten geblieben ist. Berner möchte für den Berliner Flügel, Kat. Nr. 912 gerne eine Kopie in Mahagoni haben und teilt die Breite des Instruments von 109,5 cm mit.

Der Berner Pianist Franz Josef Hirt hat schon vor mehreren Jahren in der Berliner Sammlung um Fotos nachgefragt, Berner steht also mit ihm Kontakt. Da sich Hirt auch hier längere Zeit nicht mehr gemeldet hat, vermutet Berner, dass er künstlerisch unterwegs ist.

Zu Rücks Erläuterungen der Pedale fragt Berner, ob bei MIR1124 das rechte Pedal einfach angelegt und nicht geteilt ist. "Ist demnach die Dämpfung nicht mit einem getrennten Stösser für Baß und Diskant ausgestattet?" Zu Ludwig van Beethovens Broadwood-Flügel kann nur eine Untersuchung im Nationalmuseum Budapest Klarheit verschaffen. Auf dem historischen Foto der Wiener Musik- und Theaterausstellung von 1892 "ist jedenfalls die Pedalform ganz eindeutig zu erkennen".

Bemüht sich nun wegen der Restaurierungsfotos der Ruckers-Instrumente aus der Berliner Sammlung und freut sich, dass der von Hartmann begonnene und Martin Scholz in der Firma Rück vollendete Nachbau des Ruckers-Cembalos, Berlin, Kat. Nr. 2230, so viel Anklang findet.

Absender/Urheber Person
Empfänger Person
Datum
1952,06,18
Schreibort
Berlin-Charlottenburg
Erwähnte Objekte
Hammerflügel (John Broadwood & Sons)
Tasteninstrumente
erwähnt als
Nachbau
Hammerflügel
Tasteninstrumente
erwähnt als
Vorlage(n) Rekonstruktion
Tasteninstrumente
erwähnt als
Vergleichsobjekt(e)
Cembalo zweimanualig
Tasteninstrumente
erwähnt als
Foto(s)
erwähnte Personen