NL Rück, I, C-0569b

"Sehr geehrte Herren!

Besten Dank für Ihre freundl. Zuschriften v. 4. u. 6. d. Mts. Wegen der Füße zum Mozartflügel [Hammerflügel Walter, MIR1099] handelte es sich nur darum, daß diese nicht etwa in Berlin zurückgeblieben waren.

Das Cembalo [MIR1078] steht verpackt bei mir. Ich hatte dem Spediteur aufgegeben, es am Sonnabend nur dann abzuholen, wenn es vor Schluß der Verladezeit (2 Uhr) noch eingeliefert werden könne; Auf Ihr w. Schreiben hin, halte ich es vorläufig weiter zurück[.] Die Kiste ist bei ca. 220 cm Länge im Lichten nur 86,5 breit. Die Kiste des Mozartflügels wäre für die erforderlichen Mäßer [recte: Maße] hinreichend.

Die Bedienung der Züge richteten wir ganz in der von Ihnen geschilderten Weise ein – Eisenhebel, die hinter dem Vorsatzbrett und seitlich der Wirbel gelagert sind. Die äußere Bedienung mit den Schrauben ließen wir ganz fallen und wurden die Löcher in der Wand ausgesetzt. Schrauben in dem Hirnholz der Zugleisten, noch dazu, wenn die Gewinde handgefeilt sind, ergibt nichts Rechtes. Die enden der Zugleisten waren durch diese Schrauben auseinandergetrieben. Wir brachten an dieser Stelle einen Stützklotz an, mit dem, außer Anderen, auch eine wirklich gute Stützung des Stimmstocks erreicht wurde. Falls Sie doch Wert auf Erhaltung der Schrauben legen würden, so ließen sich diese schon noch wiederanbringen.

Davon, daß ein Lautenzug vorhanden gewesen wäre, bemerkten wir nichts. Einen solchen nachträglich und auch zeitgemäß auszuführen würde ich mich mit meinem Bruder in Verbindung setzen.

Ihrer gefl. Rückäußerung entgegensehend // mit hochachtungsvollem Gruß // ergebenst // Bruno Marx".

Absender/Urheber Person
Absender/Urheber Institution
Empfänger Person
Datum
1933,01,08
Schreibort
Dresden
Erwähnte Objekte
Hammerflügel
Tasteninstrumente
erwähnt als
Detailinformation(en)
Cembalo, zweimanualig
Tasteninstrumente
erwähnt als
Reparatur
Detailinformation(en)