NL Rück, I, C-0444c

Ulrich Rück bittet Georg Kinsky wegen der Reparatur von zwei Pauken (MIR628 und MIR629) um Rat und legt ein Foto bei (nicht im Akt Kinsky erhalten.) Sie stammen aus einer Kirche in Toblach und sind ca. von 1760. Sie befinden sich noch bei der Firma Stowasser in Bozen, wo Rück sie gleich auch reparieren lassen möchte. Fragt, ob er beide mit neuen Kalbfellen beziehen lassen soll, oder nur die eine und die andere mit dem alten Fell.

Rück könnte über einen Bekannten Kinskys "Bilderwerk" (Kinsky 1929) um 25% ermässigt erwerben, hofft aber, es antiquarisch günstiger zu bekommen und bittet Kinsky den Preis für ein antiquarisches Exemplar zu ermitteln.

Bittet um Einschätzung zu einer Bratsche von Andreas Kempter von 1762 (wohl MIR830, 1765), "über deren Charakter ich mir nicht ganz klar bin." Gibt die Maße an: "Korpuslänge einschliesslich Halsansatz 44cm, ohne Hals 43cm, Korpusbreite oben 20 1/2 cm, unten 25 cm, zwei normale f-Löcher, Gesamtlänge mit Schnecke 68 cm." Hals vermutlich neu, da Schnecke angeschäftet. Im Vergleich mit Instrumenten im Heyer-Katalog (Kinsky 1912) müsste es den Maßen nach eine Tenor-Bratsche sein, im Vergleich mit dem Berliner Katalog von Curt Sachs (Sachs 1922) jedoch eine normale Bratsche.

Fragt nach einem Verweis in Kinsky 1910 auf ein "fünfmanualiges Cembalo mit enharmonischen Tasten" (Clavemusicum omnitonum von Vitus de Trasuntinis, heute im Museo nationale della musica in Bologna, Inv.-Nr. 1766, Nachbau MI533) und dem dazugehörigen Katalog vom "Lyzeum Musicale in Bologna". Bittet um ein Foto oder die leihweise Überlassung des Katalogs für 1-2 Wochen.

Beauftragt Kinsky in "der Kölner Buchhandlung" (Lengfeld'sche Buchhandlung) auch nach den Richard Wagner Anekdoten von Erich Gloss zu fragen (gemeint ist Kloss 1908).

Möchte wissen, ob Kinsky einen Artikel zu "kurzen Klaviaturen" im zweiten Band der Zeitschrift für Musik veröffentlicht hat, und ob er ggf. einen "Separat-Abdruck" von Kinsky ausleihe könnte. Fragt ob Kinsky noch weitere "Klaviere mit enharmonischen Tasten in irgendwelchen grösseren Sammlungen" bekannt sind, da sich ein Bekannter (vermutlich Wilhelm Dupont) dafür interessiert.

Dankt für die Übersendung des "Blockflöten-Spiegels" (Kinsky 1932) und erkundigt sich nach den Orgeln auf der vorletzten Seite und ob diese Kinsky bekannt seien.

Wird sich mit seinem Bruder Hans, "der heute Abend zurückkommt" wegen der geplanten Berlin-Reise besprechen und sich am nächsten Tag bei Kinsky deswegen melden.

Absender/Urheber Person
Empfänger Person
Datum
1932,12,13
Schreibort
Nürnberg
Erwähnte Objekte
Pauke (klein)
Schlaginstrumente
erwähnt als
Reparatur
Pauke (groß)
Schlaginstrumente
erwähnt als
Reparatur
Bratsche
Streichinstrumente
erwähnt als
Detailinformation(en)
erwähnte Institutionen
erwähnt im Zusammenhang
Reparateur(in)
erwähnt im Zusammenhang
Suchauftrag Literatur
Literaturreferenz
Kinsky 1912
Sachs 1922
Kinsky 1910
Kloss 1908
Kinsky 1929
Kinsky 1932
Bologna 1880